Fair in den Herbst mit Folkdays

Foto: Folkdays

Foto: Folkdays

Das Öko-Label FOLKDAYS zeigt uns mit Bravour: Ein tolles Design und eine „Bio“-Auszeichnung schließen sich nicht aus! Gegründet wurde das nachhaltige Label für Mode und allerlei Accessoires von den Freundinnen Heidi Strom und Lisa Jasper. Die Idee dazu kam der Textildesignerin und der Unternehmensberaterin während einer gemeinsamen Paris-Reise vor zwei Jahren. Das Tolle an dem Konzept: Die Produkte für ihren Online-Shop suchen die beiden persönlich in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländen. So kamen in diesem Jahr bereits über 40 neue Teile, vornehmlich aus Kambodscha, Bangladesh, Indien und zum ersten Mal auch aus Usbekistan in den Online-Store. Zudem gibt’s einen tollen Blog, auf dem sämtliche Reisen dokumentiert werden. Bravo!

Foto: Folkdays

Foto: Folkdays

Das Konzept von Folkdays klingt dabei so einfach wie nachhaltig: „Neben der Bewahrung des traditionellen Kunsthandwerks und der Verwendung hochwertiger und natürlicher Materialien wie Alpaka, Kaschmir und Seide, unterstützt FOLKDAYS als individuelles und nachhaltiges Start- Up Unternehmen insbesondere die Menschen vor Ort: Alle Produkte werden direkt in den Ländern und zu fairen Löhnen produziert. Das trägt zur Sicherung der persönlichen Lebensgrundlage und zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft in den Herstellerländern bei.“ 

mb

Doggy Style deluxe!

Foto: studio-ayasse.com

Foto: studio-ayasse.com

Wau! Hier gibt’s Stylishes für Hund & Frauchen: Angefangen hat alles 2011 unter dem Namen KEIOMI mit Hundeaccessoires im Premiumsegment, 2014 wurde das Label in AYASSE umbenannt. Mittlerweile hat sich das Sortiment sogar noch erweitert. Es gibt Taschen, Geldbeutel und ein bisschen Schmuck fürs Frauchen on TOP. Zum Beispiel passende Armbänder. Das Besondere ist hier das spezielle Material, aus dem die stylishen Accessoires für Hund und Frauchen hergestellt worden sind. In den Taschen und Leinen steckt nämlich Fisch drin: Die verwendeten Fischhäute sind ein Beiprodukt aus dem Fischfang, der übrig bleibt, sobald die Fischfrikadellen fertig sind und viel zu schade, um sie einfach wegzuwerfen. Zudem wird der für das Färben und Gerben von Leder notwendige hohe Wasser- und Energiebedarf überwiegend aus natürlichen und erneuerbaren Energiequellen gedeckt. So gelingt es den Machern auf einfachste Weise, Luxus mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Wenn ihr also einen Hund zu Hause habt, dessen Halsband zur Tasche passen soll, dann könnt hier ihr beides unter www.studio-ayasse.com bestellen ;-).

Foto: studio-ayasse.com

Foto: studio-ayasse.com

mb

Erfolg macht sexy – und ist fair!

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Foto: grazia-magazin.de

Schon im Studium an der Akademie für Mode und Design AMD München feierte die Nachwuchsdesignerin Lilly Ingenhoven erste Erfolge – ihr wurde der „AMD Best Graduate Fashion Award“ von Modegrößen wie Luca Strehle und Michael Sontag verliehen und ihre Bachelorarbeit wurde vom Goethe Institut für die Prag Fashion Week im Oktober 2013 gewählt. Nachdem sie erfolgreich für Labels wie Allude, Escada und Talbot Runhof arbeitete, erfüllte sie sich Ende 2013 ihren großen Traum: Die Gründung des eigenen Labels LILLY INGENHOVEN. In ihren Kollektionen überzeugt sie nicht nur uns mit einer Mischung aus modernem Minimalismus und femininer Eleganz, die durch klare Silhouetten und klassische Farben besticht. Und damit nicht genug! Die Jung-Designerin hat nicht nur Stil und begnadetes Talent, sie legt auch höchsten Wert auf qualitativ hochwertige Materialen und faire Produktionsbedingungen. Seit drei Saisons produziert sie ausschließlich in Deutschland! Damit zeigt die talentierte Münchnerin, dass Erfolg und Weltbewusstsein sich perfekt vereinen lassen. Wir sind begeistert und sagen: Chapeau!

lp

 

Tonlé: Zero-Waste & Fair Fashion

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Die Designerin und Gründerin Rachel Faller hat in diesem Jahr mit Tonlé ein wunderbares ECO-Label geschaffen. Denn hier geht es um faire Mode und noch viel mehr ‒ es geht um ZERO WASTE! Das Label verwendet nämlich von Großfirmen weggeworfene Stoffe und produziert Saison für Saison eine alltagstaugliche und tragbare Modekollektion mit dem Ziel alles zu verwerten. Und das funktioniert hervorragend! Produziert wird übrigens in Kambodscha um dort neue sozial-faire Arbeitsplätze zu schaffen. We like!

mb

Unfasten your Seatbelt!

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Foto: notjustalabel.com

Was passiert eigentlich mit alten Anschnallgurten, die nicht mehr benötigt werden?! Das fragte sich eines Tages wohl auch der Italiener Paolo Ferrari, als er auf dem Schrottplatz nahe seines Wohnortes ein paar Autowrackteile entdeckte. Der Industriedesigner hatte schon bald die zündende Idee und begann die Gurte zu sammeln, um daraus Taschen und Körbe zu entwerfen. Sein daraus resultierendes Label 959, benannte Ferrari nach dem Jahr 1959, denn in dieser Zeit wurden Anschnallgute zum ersten Mal seriell in Autos eingebaut. Das Schöne an den Taschen von 959 ist ihr minimalistischer Stil, der zudem auch noch absolut stylish wirkt: In seinem Webverfahren kombiniert Paolo Ferrari nämlich die Anschnallgurte verschiedener Automodelle in den verschiedensten Schwarztönen, sodass jede Tasche auf individuelle Weise schimmert und so zu einem Einzelstück wird!

Foto: 959.it

Foto: 959.it

mb

Stylish! Mit Frottee & Co.!

CASTRO

Foto: Lucio Castro

Tolle Männermode aus alten Badehandtüchern? Was zunächst total schräg klingt, wurde von dem New Yorker Designer Lucio Castro vor Kurzem aufs Schönste umgesetzt. Der Fokus von Lucio Castro und seinem gleichnamigen Label liegt nämlich auf der nachhaltigen und umweltbewussten Herstellung von Herrenmode. In diesem Jahr hatte Castro die Idee, für seine Kollektion gebrauchte Badehandtücher zu benutzen, da ihn besonders deren griffige Oberflächenstruktur faszinierte. Er und sein Team begannen also zunächst alle möglichen Handtücher mit interessanten Farben und Mustern über Ebay zu ersteigern, um danach die besten Teile herauszusuchen. Bei der anschließenden Herstellung bestand die größte Herausforderung darin, dass beim Zuschnitt der „einzigartigen“ Handtuchstoffe keine Fehler passieren durften. Denn die Unikate konnten ja nicht mehr nachbestellt werden. Wir finden, der Aufwand hat sich gelohnt! Schaut selbst! Weitere Infos gibt’s unter: www.luciocastro.com.

mb

Soki – Upcycling deluxe

Foto: www.soki-kassel.de

Foto: www.soki-kassel.de

So macht Mode Spaß: Vintage Bettwäsche, Blümchen-Tischdecke oder Omas alte Schluppenbluse landen dank den Designerinnen Kira Kimm und Sophie Roscher nun nicht mehr in der Altkleidersammlung, sondern werden mit viel Liebe zum Detail zu coolen Designerstücken umgenäht. Billige Massenware war den beiden Maßschneiderinnen aus Kassel schon immer ein Graus, daher gründeten sie Ende 2014 ihr Label soki. Ihr Markenzeichen: In jedes der Kleidungsstücke werden alte Stoffreste eingearbeitet, um sie so zum stylishen Unikat zu machen. Neben den Secondhand-Stoffen wird zudem nur Bio-Baumwolle für die einzelnen Teile verwendet. Eine Boxershort war der Anfang, nun gibt’s vom Shirt bis zum Kleid fast alles für Männer und Frauen. Toll!

Foto: www.soki-kassel.de

Foto: www.soki-kassel.de

PS: Die coolen Einzelstücke könnt ihr übrigens unter www.wild-wood.de erwerben. Nachhaltig shoppen macht nämlich einfach mehr Freude!!

Foto: www.soki-kassel.de

Foto: www.soki-kassel.de

mb

Happy Feet – mit fairen Flip Flops

Bei diesem tollen Sommerwetter denken viele von euch sicher an Badesee, Freibad und an den allseits beliebten Flip Flop. Doch bei der Auswahl der praktischen Gummi-Treter sollte man auch daran denken, dass die meisten dieser Schuhe in Entwicklungs- und Schwellenländern unter schlechten Arbeitsbedingungen und aus gesundheitsschädlichen Materialien hergestellt worden sind. Zudem sind viele Flip Flops leider auch nicht recycelbar… Deshalb haben wir für euch drei tolle Labels herausgesucht, die faire und nachhaltige Zehensandalen produzieren. Go for it!

1. Ethletic

Das Lübecker Fairtrade Label Ethletic wurde 2004 zunächst als Hersteller für Fairtrade Fußbälle gegründet. Das Produktsortiment hat sich aber in den letzten Jahren stark erweitert und umfasst heute ein umfangreiches Angebot an fair gehandelten Sportbällen, Ethletic Sneakers und FlipFlops. Die Schuhe und Bälle werden allesamt in Indien, Sri Lanka, Pakistan hergestellt. Die Materialien hierfür stammen aus FSC®-zertifizierten Naturkautschuk-Plantagen und Biobaumwolle. Sportlich, praktisch, gut!

Foto: www.afairtradeplace.com

Foto: www.afairtradeplace.com

2. ekin footwear

Das Label ekin footwear lässt seine Flip Flops in einer kleinen Manufaktur in der Nähe von Porto in Portugal herstellen. Dort arbeiten derzeit 70 Menschen unter sehr hohen sozialen Standards und Arbeitsbedingungen. Die Produktionsstätte hat klare Richtlinien definiert – alle Abfälle sollen nämlich soweit es möglich ist recycelt werden. Zudem sollen die Arbeiter nicht mit toxischen Substanzen in Berührung kommen. Die Schuhe und Flip Flops werden daher aus pflanzlich gegerbtem Leder, Recyling-Kunstleder, Bio-Baumwolle, Bio-Kork und anderen natürlichen Materialien gefertigt. Flip Flop & Top!

Foto: www.monagoo.com

Foto: www.monagoo.com

3. Souls

Was bei uns die Flip-Flops sind, wird in Australien unter anderem auch als Thongs bezeichnet. Der Australier Stu Johnston wollte vor ein paar Jahren Thongs entwickeln, die nicht nur den Füßen schmeicheln, sondern auch der Seele. Somit entstand 2001 die Schuhmarke Souls. Nachdem Souls großen Zuspruch in der Surf-Kultur Down Unders erhalten haben, erobern sie jetzt die Streetstyle Szene in Europa. Denn das besonders Tolle an diesen Sommerschuhen sind unter anderem die Massagenoppen im Fußbett. Die Souls-Flip Flops werden aus Naturkautschuk und recyceltem bzw. recycelbarem Kunststoff in Sri Lanka hergestellt. We like!

Fairtrade Flip Flops von Souls auf dem JEVER Surf-Festival Fehmarn 2015

Fairtrade Flip Flops von Souls auf dem JEVER Surf-Festival Fehmarn 2015

mb

Die wollen was fair-ändern!

Foto: Dawn

Foto: DAWN

Must-have-pieces und faire Produktion – das klingt doch schon mal toll, oder? Das Kölner Denim-Label DAWN von Ines Rust (Design), Gabriel Fellsches (Vertrieb und Marketing) und Marian van Rappard (Produktion) hat es uns sofort angetan, denn neben den lässigen und hochwertigen Jeans-Entwürfen, werden alle Teile in einer eigenen Produktionsstätte in Vietnam hergestellt. Dort sorgen die Macher nicht nur für ihre Mitarbeiter, sie unterstützen auch noch soziale Projekte direkt vor Ort.

Natürlich wird bei der Herstellung im Gegensatz zu herkömmlichen Jeans auch komplett auf schädliche Chemikalien verzichtet – leider ist dies besonders bei der Denim-Produktion immer noch eine große Ausnahme, denn für die meisten Färbungen und Waschungen wird oft eine lange Liste von Giftstoffen benutzt. Wir finden, das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen!! Die einzelnen Kollektionsstücke sind zwar klassisch schlicht, dennoch heben sie sich von der gängigen Massenware ab. Besonders toll finden wir übrigens den Denim-Trenchcoat!

PS.: Durch die überschaubaren Produktionsbedingungen will das Label garantieren, dass sich die Preise der einzelnen Kollektionsteile in einem bezahlbaren Rahmen bewegen. Eine Jeans kostet deshalb circa 100,- Euro. Aufwendigere Teile (wie z.B. der Trenchcoat) kosten um die 280,- Euro. Übrigens hat DAWN auch einen tollen Onlineshop. Weitere Infos findet ihr unter: dawndenim.com.

mb

 

 

Bunte Prints & ein gutes Gewissen

Öko-Mode von heute ist voll im Trend und hat mit dem Schlabberlook von gestern nichts mehr gemein! Auch viele konventionelle Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen und experimentieren verstärkt mit Bio-Stoffen und achten auf faire Arbeitsbedingungen. Neben der Conscious-Kollektion von H&M gibt es nun seit einiger Zeit auch die faire Africa-Kollektion von dem Fashion-Riesen Asos in Zusammenarbeit mit dem ökologischen Modehersteller Soko Kenya, der es sich es zur Aufgabe gemacht hat, das afrikanische Kunsthandwerk und den wirtschaftlichen Wohlstand zu unterstützen.

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Foto: Soko Kenya

Die Öko-Fabrik von Soko Kenya wurde 2012 nach speziellen Vorgaben gebaut, um mögliche Schäden auf die Umwelt gering zu halten. Das Gebäude besteht aus gepresster Erde, das Dach besitzt Lüftungslücken, die eine Luftströmung schaffen, und so die Notwendigkeit für elektrische Ventilatoren minimieren. Die Dachrinne ermöglicht eine Wiederverwendung des Regenwassers. Zudem bekommen alle Mitarbeiter eine kostenlose medizinische Versorgung und eine heiße Mahlzeit am Tag. Die Anerkennung für dieses tolle Projekt ist bereits riesengroß – seit einiger Zeit gehören sogar Michelle Obama und Elle MacPherson zu den prominenten Fans des afrikanischen Modeherstellers.

MOGADISHU - HUMANITARIAN CRISIS

Foto: Soko Kenya

Doch nun zur aktuellen FS 15 Kollektion, die zum größten Teil aus Kombis, Kleidern und weiten Hosen besteht. Die pastelligen Geo-Prints und die zeitlosen Blumenmuster machen die Teile auf jeden Fall zum Sommer must-have! Zudem sorgen die leichten Stoffe und die lässigen Schnitte an heißen Tagen für eine super Figur und gute Laune. Ab September geht die neue AW 15 Kollektion online. Wir freuen uns schon darauf!

mb