Buchtipp: Frauen und Kleider

Wir kleiden uns jeden Tag aufs Neue an und suchen uns dabei (meistens) auch ganz bewusst unsere Kleidung aus. Doch welchen Einfluss haben dabei Freundinnen, Männer und der Kleiderschrank der Mutter? Gibt es bestimmte Rituale beim Anziehen und kann man durch Kleidung wirklich eine neue Identität annehmen? In „Frauen und Kleider“ von Sheila Heti, Heidi Julavits und Leanne Shapton berichten über 500 Frauen aus aller Welt (darunter Lena Dunham, Miranda July, Kim Gordon, Cindy Sherman), wann sie sich besonders attraktiv fühlen. Trends aus den gängigen Modemagazinen sind dabei interessanterweise kaum präsent. In einem Interview mit Spiegel online erklärt Mitherausgeberin Leanne Shapton, warum das so ist: www.spiegel.de/stil.

Screenshot: Spiegel Online

Screenshot: Spiegel Online

 

 

Die Welt am Sonntag: Bio Bigott

Bio Bigott in der "Welt am Sonntag"

Bio Bigott in der „Welt am Sonntag“

Gerade haben wir einen interessanten Artikel in der „Welt am Sonntag“ entdeckt, der sich mit dem schizophrenen Kaufverhalten der deutschen Verbraucher beschäftigt: Denn einerseits wollen viele Konsumenten mit guten Gewissen shoppen, aber andererseits möglichst wenig dafür bezahlen… Diese Denkweise sei besonders in der Textil– und in der Lebensmittelbranche zu beobachten und würde dabei den Händlern und Herstellern schwer zu schaffen machen. Fakt ist: Nur eine Minderheit der Deutschen sieht sich tatsächlich nicht gefordert, mit dem eigenen Konsum einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten: “Fühlen Sie sich als Verbraucher mitverantwortlich für die Produktionsbedingungen etwa bei der Tierhaltung oder der Herstellung von Bekleidungsartikeln?“ hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 1011 Bürger im Auftrag von der „Welt am Sonntag“ gefragt. Nur 33 Prozent sagten dabei, sie fühlten sich „eher nicht“ oder „ganz sicher nicht“ verantwortlich. 46 Prozent erklärten dagegen, sie seien sehr wohl persönlich „eher“ oder „ganz sicher“ in der Verantwortung. Alexander Haas von der Uni Gießen erklärte hierzu: „Bei entsprechenden Umfragen würden sich viele an der sozialen Erwünschtheit orientieren: Es werde heute gesellschaftlich einfach erwartet, dass man sich für solche Belange interessiere und einsetze.“

Da hoffen wir natürlich sehr, dass sich diese „soziale Erwünschtheit“ in Zukunft noch viel mehr auf das Kaufverhalten der Deutschen auswirkt. Wir sind auf jeden Fall schon voll dabei – faire Kleidung ist nämlich mehr als nur schön!

Den kompletten Artikel gibt’s hier zum Download: epaper.apps.welt.de/wamsk

mb

 

Deine Schuhe – Fair?

Jetzt am Kiosk: In dem Artikel „Gut zu Fuß“ von Ellen Köhrer im aktuellen enorm Magazin geht es um nachhaltiges Schuhwerk! Berichtet wird dabei sowohl über kleine Labels wie COMAKE, ETHLETIC – The Ethical Alternative, Royal Blush by Jana Keller, Nine to Five als auch über Händler wie H&M und Deichmann. Dazu gibt’s Expertenmeinungen von Rank a Brand – Deutschland und dem Bremer Umweltinstitut. Nice!

Foto: enorm

Foto: enorm

Foto: enorm

Foto: enorm

mb

Dreimal anziehen, weg damit.

Stilbrise @ Sautter & Lackmann!

Stilbrise @ Sautter & Lackmann!

Immer wenn wir bei unserem Lieblingsbuchladen Sautter & Lackmann vorbeischauen, bekommen wir einen tollen Buchtipp geliefert! Dieser nette Mitarbeiter hat uns dieses Mal ein besonders spannendes Buch herausgesucht, bei dem es um den nachhaltigen Konsum von Kleidung geht. Mit Klamotten en masse werden wir ja Tag für Tag in den Medien und im Alltag konfrontiert, doch leider werden viele dieser Kleidungsstücke in Asien, meist unter menschen- und umweltfeindlichen Bedingungen hergestellt. Und dies gilt wie viele irrtümlicherweise, denken nicht nur für Billigware! Das Shoppen von Kleidern, T-Shirts & Co. ging noch nie so einfach wie heute, denn durch die monatlich wechselnden Kollektionen ist immer neue aktuelle Ware am Start, die auch noch ganz einfach online bestellt und nach Hause geliefert werden kann. Die verschlungenen Lieferketten dieser Teile können wir dabei als einfache Verbraucher kaum nachvollziehen. Was dabei viele vergessen: Den wahren Preis für den steigenden Klamottenkonsum zahlen nicht wir als Konsumenten, sondern die Arbeiter(innen) und die Umwelt in den Entwicklungsländern.

In ihrem Buch Dreimal anziehen, weg damit“ klärt Heike Holdinghausen über Missstände in der Textilindustrie auf und zeigt uns wie wir trotz Labeldschungel und Konsum Wirrwarr nachhaltiger und besser konsumieren können. Die Autorin arbeitet als Redakteurin für die taz und schreibt im Ressort Wirtschaft und Umwelt vor allem über Chemikalien-, Abfall- und Rohstoffpolitik.

mb

ID Magazin – Die Moral von Kunstpelz

Foto: thehouseofhandmade.com

Foto: thehouseofhandmade.com

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Der Herbst macht sich langsam wieder bemerkbar und lässt uns frösteln. Es wird Zeit, wider Willen die dicken Herbst- und Winterklamotten aus den hintersten Ecken unserer Schränke zu kramen. Viele werden dabei auf Kleidungsstücke aus dem vielleicht meist umstrittensten Material der Modebranche stoßen – Pelz. Tierschützer protestieren schon seit Jahrzehnten gegen echten Pelz, wofür Tiere gezüchtet und getötet werden, und fordern dazu auf, stattdessen auf Kunstpelz umzusteigen. Doch ist Kunstpelz moralisch tatsächlich besser vertretbar als gezüchteter Pelz? Damit hat sich das ID Magazin in dem Artikel „Die Moral von Kunstpelz“ auseinandergesetzt: Denn Kunstpelz sei nicht nur ein Modestatement, sondern auch ein politisches. Damit soll ein der Ästhetik übergeordnetes moralisches Konsumverhalten präsentiert werden. Aber: Kunstpelz gilt als schlecht für die Umwelt und für die Gesundheit der Menschen – gerade Pelzhändler betonen dies immer wieder und sagen: „Pelze sind grün!“. Denn Pelz sei eine „natürliche Faser, die biologisch abbaubar ist, aus einer erneuerbaren Ressource stammt, wenn die Tiere richtig gehalten und gefangen werden, und die den einheimischen Unternehmern nutzt“. Tierschützer hingegen argumentieren mit dem Energieverbrauch, der bei der Produktion eines echten Pelzmantels 15 Mal so hoch sei wie bei der eines Kunstpelzes. Beide Parteien bekriegen sich also gegenseitig und beziehen sich dabei auf fragwürdige Studien, die sie selbst in Auftrag gegeben haben.

Foto: thehouseofhandmade.com

Foto: thehouseofhandmade.com

Letztendlich muss sich also jeder selbst seine Meinung dazu bilden und entscheiden, welche Art von Pelz er moralisch vertreten kann. Wir finden auch: Weder Tiere noch die Umwelt sollten unter der Produktion von Pelz-Kleidung leiden. Deshalb sollte ein Teil aus Pelz – egal ob synthetisch oder gezüchtet – die Ausnahme im Kleiderschrank bleiben. Schließlich gibt es viele alternative Stoffe und Materialen für Kleidung, bei der wir kein schlechtes Gewissen haben müssen und ein faires Konsumverhalten garantiert ist.

Mehr zu dem Thema erfahrt ihr in dem ausführlichen Bericht vom ID Magazin.

lp

Auf der Suche nach gutem Stoff

Die Suche nach fairer Kleidung gestaltet sich nicht immer einfach: Fluter-Autorin Katrin Weber-Klüver schreibt in ihrem Artikel „Guter Stoff“ über die Probleme, die man bekommt, wenn man Kleidung ökologisch und ethisch verantwortungsvoll einkaufen möchte. Bei Lebensmitteln sei der Fall klar: Denn in so ziemlich jedem Supermarkt gibt es Produkte mit Siegeln, die bestimmte Standards bei der Herstellung und dem Handel garantieren sollen. Beim Kleiderkauf so Weber-Klüver sei die Sachlage schon etwas komplizierter. Denn schon die Frage nach Bio-Baumwolle löse in vielen Geschäften immer noch Ahnungslosigkeit und Befremden beim Verkaufspersonal aus…

Den vollständigen Artikel könnt ihr bei fluter.de nachlesen. Viel Spaß dabei!

Screenshot: www.fluter.de

Screenshot: www.fluter.de

mb

 

Primark – Ein unmoralisches Angebot

Vor ein paar Tagen hat Spiegel Online/Unispiegel einen Artikel veröffentlicht, bei dem es um das widersprüchliche Shoppingverhalten von Schülern und Studenten geht. Denn obwohl sich die Mehrzahl der jungen Erwachsenen tatsächlich darüber bewusst ist, dass Modemarken wie Primark und Co. immer wieder durch unfaire Arbeitsbedingungen in der Kritik stehen, wird dort trotzdem gekauft. Bei Lebensmitteln setzen die meisten jedoch auf Bio-Produkte… Den vollständigen Artikel von Elenora Pauli gibt es unter: www.spiegel.de/unispiegel

Screenshot: Spiegel Online

Screenshot: Spiegel Online

mb

 

 

Upcycling-Buchtipp – Eins, zwei, DIY

Sautter & Lackmann: Nette Mitarbeiter und tolle Bücher - was will man mehr!

Sautter & Lackmann: Nette Mitarbeiter und tolle Bücher – was will man mehr!

Bei Sautter & Lackmann in der Admiralitätstrasse 71/72 sind wir vor einiger Zeit schon einmal fündig geworden. Denn in der wunderschönen Buchhandlung auf der Fleetinsel findet man neben tollen Kunstbüchern auch noch Allerlei zu dem Thema Mode & Fashion. Heute hat uns eine Mitarbeiterin ein sehr unterhaltsames Buch mit dem Titel „Upcycling mit Nähmarie. Über 30 Projekte zur kreativen Wiederverwertung“ herausgesucht. Hier geht es vor allem ums Weiterverwenden und Aufbereiten bereits vorhandener Materialien. Denn das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist auch noch absolut nachhaltig & bringt zudem jede Menge Spaß!

In dem Buch zeigt euch Autorin Maria Neumeister alias „Nähmarie“ Schritt für Schritt, wie ihr kleine Projekte ganz einfach umsetzen könnt. Dabei kommen nicht nur blutige Anfänger auf ihre Kosten, auch erfahrene DIY-Profis können hier noch etwas dazulernen. Jedes Projekt hat dabei praktischerweise auch stets Vorschläge zu alternativen Ausgangsmaterialien. Die Anleitungen sind in drei Kategorien geordnet: Kleidung & Accessoires, Einrichtung & Dekoration, Hübsches & Praktisches. Da kommt garantiert keine Langeweile auf!

mb

Noveaux: Vegan goes Glamour

Zum Start von Noveaux im März 2015 hatten wir bereits ein kleines Interview mit Gründerin und Chefredakteurin Julia Akra-Laurien geführt. Nun steht die neue Sommerausgabe druckfrisch in den Zeitschriftenläden. Da wir bereits von der ersten Ausgabe ziemlich angetan waren, haben wir uns natürlich auch das zweite Heft besorgt und wollen euch nun unsere persönlichen Highlights daraus vorstellen.

Foto: Noveaux

Foto: Noveaux

Was wir vorab sagen müssen, die aktuelle Ausgabe toppt noch mal alle unsere Erwartungen, denn die Modestrecken sind nicht nur superchic, sondern auch bezahlbar. Eine bessere Werbung für tolle vegane Kleidung, die auch noch aus ökologischen Materialien und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, gibt es einfach nicht!

Besonders begeistert waren wir von dem Großstadt Outfits. Inspiriert von Metropolien wie Nizza, Marrakesch, Berlin, Ibiza, Stockholm und Istanbul gibt es hier nämlich tolle Sommerstyles die Lust auf Urlaub machen. Den Berlin–Look mit dunkelblauen Shorts, Herzchen-Shirt und Budapestern in Silber würden wir am liebsten sofort anprobieren!

Foto: Noveaux

Foto: Noveaux

• Shirt aus Bio-Baumwolle von Real Fake, um 45 Euro
• Shorts „Stephanie“ aus Bio-Baumwolle von People Tree, um 65 Euro
• Rote Clutch „Ayva“ mit recyceltem Innenfutter von Matt & Nat, um 140 Euro
• Silberne Budapester „Albi“ von Beyond Skin, um 180 Euro
• „Modell Zwei“ in der Farbe Midnight von Owl Optics aus Berlin, um 150 Euro
• Roter Nagellack „Chérie“ von Kure Bazaar, über Green Glam um 17 Euro

Dazu gibt’s spannende Interviews z.B. von Tim Vallentin, dem Gründer von der Vegan Sneaker Connection (VSC) und DIY-Tipps, die euch unter anderem zeigen, wie man seine Shorts im angesagten Pastelllook färbt (Softeis-Shorts!). Neben den Fashion-Themen und gibt es wie bei der letzten Ausgabe natürlich auch noch Artikel zu Beauty, Food und Reisen. Zudem zieht sich das Überthema Verschwendung durch das komplette Magazin.

Der nicht ganz so erschwingliche Preis von 6,90 EUR ist beim Noveaux Magazin auf jeden Fall gerechtfertigt, denn selbst beim Papier und bei der Herstellung wurde auf ökologische Standards geachtet. Das Noveaux Magazin erscheint vierteljährlich, die Sommerausgabe ist ab sofort deutschlandweit sowie in der Schweiz, Luxemburg und Österreich erhältlich.

mb

Les Mads: Tipps zur Fashion Week

Ab heute startet in Berlin die Fashion Week! Für alle, die live vor Ort sind, hat LesMads eine neue Serie gestartet, bei der sich alles rund um die Termine, Labels und Events der Fashion Week dreht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Eco Fashion, denn „grüne Mode“ gehört bereits seit einigen Jahren fest zum Programm und jede Saison kommen neue Labels dazu, die ökologische Materialien verwenden und auf faire Herstellungsbedingungen achten. In einer neuen Folge von Get ready for Berlin Fashion Week zeigt euch Autorin Franziska Schmid in ihrem Eco Fashion Guide, die besten Orte für eine nachhaltige Fashion Week. Hier geht’s zum Link, viel Spaß beim Nachlesen!

Screenshot: LesMads

Screenshot: LesMads

mb