A girl and her bag

MKG Stilbrise zur FAST FASHION Ausstellung

Glenda steckt voller Energie und Kreativität. Foto: Ulla Deventer

Glenda kommt aus Landshut, ist gelernte Maßschneiderin und freut sich bald wieder ihre Arbeit aufnehmen zu können, diese ließ sie auf Grund ihrer Elternzeit nämlich etwas ruhen.
Sie bevorzugt Textillabels, die ihr Geld nicht hauptsächlich in die Werbung fließen lassen.

Liebe Glenda, wie würdest du deinen heutigen Look beschreiben?
Da es heute etwas kälter ist habe ich mich für feste Schuhe und eher längere Teile entschieden. Ich trage meine Lieblingshose und das Shirt ist geliehen. Leihen tue ich übrigens gern, vor allem von Freundinnen und meiner Schwester. Ringel, Öko, handmade – das würde meinen heutigen Style wohl am besten beschreiben.

MKG Stilbrise zur FAST FASHION Ausstellung

Upcycling par ex­cel­lence. Foto: Ulla Deventer

Wieso handmade?
Meine Tasche habe ich selbst designt und geschneidert. Bei dem Stoff handelt es sich um alten Polsterstoff, die Reißverschlüsse und der Gürtel sind auch wiederverwendet. Es war eher ein Experiment, wollte mich selbst von dem Ergebnis überraschen lassen. Herausgekommen ist ein superpraktischer Prototyp!

Hättest du als Modedesignerin eine Idee, wie man unsere Modewelt ein Stückchen besser machen könnte?
Also prinzipiell finde ich es schade, dass es nicht genug Anlässe gibt, um tolle Kleider zu tragen! Und da es schon so wenig Anlässe gibt, sollten die Hersteller doch darauf achten, dass die tollen Kleider sich auch einfach tragen lassen und nicht aus so empfindlichen Stoffen wie z. B. Seide gemacht sind. Wenn man schon ein schönes Kleid tragen kann, dann muss man sich doch auch rundum wohlfühlen dürfen!

eh

Auf Mode-Diät: „Mein Jahr ohne!“

Foto: Hernán Piñera via Flickr

Foto: Hernán Piñera via Flickr

Im vergangenen Jahr starteten 15 Berlinerinnen und Berliner den Selbstversuch „Mein Jahr ohne“, bei dem sie alle versuchten, ein ganzes Jahr lang auf irgendetwas zu verzichten, ob auf Fleisch aus Massentierhaltung, Plastik oder Klamotten shoppen. Politikwissenschaftlerin Sarah Häuser und Kathrin Birkel, politische Beraterin bei den Grünen haben sich für letzteres entschieden und sind damit natürlich spannende Interviewpartner für uns.

Liebe Sarah, liebe Kathrin, was uns ja wahrscheinlich allen bekannt ist:
Der Glücksrausch, nachdem man das must-have-Stück aus dem Schaufenster erfolgreich ergattern konnte. Warum wolltet ihr gerade darauf verzichten?

Kathrin: Weil der Glücksrausch immer häufiger einen schalen Beigeschmack hatte. Schön, dass der Schnapper im Ausverkauf nur noch 15 EUR gekostet hat – aber wer hat das Ding denn hergestellt und zu welchen Konditionen? Und wie arm bin ich eigentlich, dass mich der Kauf des zwanzigsten und somit völlig sinnlosen T-Shirts flasht?

Sarah: Dieses Glücksgefühl nutzt sich ja leider sehr schnell wieder ab und ein neues Teil muss her. Und wer kennt nicht das schlechte Gewissen nach Fehlkäufen?

Und wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Ist der Verzicht anderen überhaupt aufgefallen? Und falls ja: Gab es eher Lob oder Kritik?

Sarah: Die meisten haben positiv reagiert, viele meinten anerkennend: „Also, ich könnte das nicht“. Einige männliche Kollegen oder Freunde dachten kurz nach und kamen zu dem Schluss, dass sie diesen Verzicht eigentlich auch längst praktizieren, ohne ihn an die große Glocke zu hängen. Die konnten sich mit Mühe an eine Fünferpackung Unterhosen erinnern, die sie anno 2013 erstanden haben. Oder war es 2012?

Puh, über ein Jahr lang nix Neues aus dem Kleiderschrank. Wie war es für euch? Gähnende Langweile oder Entspannung pur?

Kathrin: Zwei Monate Panik und danach seeeeeeehr viel Entspannung. Die hat übrigens weitgehend angehalten. Auch nach „meinem Jahr ohne“ kann ich Shoppen aus Vergnügen und als Zeitvertreib nicht mehr wirklich nachvollziehen.

Sarah: Sowohl als auch. Einerseits fand ich es total entspannend, ein Jahr lang nichts kaufen und auch den Schlussverkauf-Irrsinn nicht mitzumachen zu „müssen“. Wobei das natürlich Quatsch ist, zum Shoppen hat mich ja vorher auch niemand gezwungen. Andererseits hatte ich zum Ende des Jahres doch schon wieder große Lust, mir was hübsches Neues zuzulegen. Es hat mich auf jeden Fall positiv überrascht, wie leicht mir das „Jahr ohne“ insgesamt gefallen ist und wie schnell es vorbeiging. Die Zeit rast aber eh, wenn man über 30 ist.

Die Einladung zum Date, Vorstellungsgespräch oder zur Hochzeit der besten Freundin: Welche Anlässe oder Momente waren für euch die schwierigsten ohne „Neukauf“? Musstet ihr viel improvisieren?

Kathrin: Ich hatte in der Zeit tatsächlich ein Vorstellungsgespräch. Davor war ich mit meinen Schuhen beim Schuster, das war der einzige Mehraufwand. Im Schrank hing genug. Das mit dem Job hat übrigens geklappt, allzu abgeranzt sah ich also wohl nicht aus. Für den Skiurlaub habe ich kurz beim Mittagessen mit den Kollegen in die Runde gefragt, wer mir seine Schneehose borgen könnte. Innerhalb von fünf Minuten war das geklärt.

Sarah: Ich habe einige Kleidertauschparties besucht bzw. selbst ausgerichtet, wobei das für mich eher eine Möglichkeit war auszumisten als an neue Sachen zu kommen. Wahrscheinlich war mein Kleiderschrank einfach sehr gut gefüllt – in die Bredouille, zu einem bestimmten Anlass nichts anzuziehen zu haben, kam ich nicht. Auf einer Dienstreise nach Vilnius ist mir aber peinlicherweise bewusst geworden, dass „Durch-die-Geschäfte-bummeln“ ein wesentlicher Bestandteil meiner bisherigen Städtetrips war. Hier half die Konfrontationstherapie: In den Laden reingehen und feststellen, dass mir eh nix gefällt. Die Situation kennt man ja auch: Man will sich etwas kaufen, findet aber partout nichts.

Euer Fazit nach einem Jahr „ohne“: Gibt es DAS eine Outfit für wirklich alle Gelegenheiten?

Kathrin: Immer, wenn ich meine blaue Marlene-Dietrich-Hose aus dem letzten Jahrhundert (Abi ´99!) anziehe und die weiße Bluse, die sich meine Schwester vor beinahe zehn Jahren fürs Kellnern gekauft hat, werde ich darauf angesprochen, wie schick ich heute aussehe und was ich denn noch vorhabe. So richtig wichtig scheinen immer neue Outfits also nicht zu sein. Ich bin mittlerweile auch davon überzeugt, dass die meisten anderen Menschen nicht registrieren, was man trägt.

Hat das Projekt euer Shopping-Verhalten denn wirklich nachhaltig geändert?

Sarah: Geheilt von jeglichem Konsumwahn bin ich sicherlich nicht: Nachdem das Klamottenfasten zu Ende war, hatte ich große Lust auf neue Teile und habe dem Winterschlussverkauf gleich mal einen Besuch abgestattet. Insgesamt bin ich aber wählerischer geworden: Ich schaue bewusst nach fair und ökologisch hergestellten Modemarken und kaufe mir nur noch Teile, wenn ich sie ausgesprochen schön finde, und nicht, weil sie gerade im Sale zu haben sind oder mir langweilig ist. 

Das Ganze hat ja auch noch weitere Vorteile: die einjährige Shoppingdiät hat sich sicher auch auf eurem Konto bemerkbar gemacht – was habt ihr mit dem gesparten Geld gemacht?

Sarah: Ich kann gar nicht sagen, wie viel ich gespart habe, sicher aber Einiges. Ich glaube, ich habe mir 2014 mehr Bücher gekauft und bin häufiger Essen gegangen, wahrscheinlich als Ersatzbefriedigung! 

Das klingt alles super- wir werden ab jetzt sicher noch bewusster darauf achten, ob ein neues Teil wirklich sein muss. Aber am Ende müssen wir doch noch mal ganz ehrlich nachfragen: so ganz ohne die eine oder andere kleine „Modesünden“ geht’s dann doch nicht, oder?

Kathrin: Doch, ginge, ganz klar. Dass ich sie trotzdem begehe (tue ich!), liegt an mir, dafür kann ich niemandem sonst die Schuld geben. Natürlich gibt es noch viel zu wenige faire Klamotten, aber man kann sie in jeder Großstadt und letztendlich auch im Netz kaufen. Und noch immer kaufe ich Dinge, die ich nicht brauche. Mit etwas mehr Willenskraft wäre das in den Griff zu kriegen. Was ich wirklich noch schwierig finde, ist das Thema Schuhe. Da weiß man nie, wo das Leder herkommt. Die veganen Alternativen sind allerdings auch nicht überzeugend.

Vielen Dank euch zwei!

eh

 

 

 

Casual Menswear

MKG Stilbrise zur FAST FASHION Ausstellung

Michl lässt sich gerne mal vom väterlichen Kleiderschrank inspirieren. Foto: Ulla Deventer

Michl kommt aus der Oberpfalz und studiert Mode- und Designmanagement in Hamburg. Dieses Semester haben sich er und seine KommilitonInnen mit der Thematik „Umwelt und Soziales“ in Bezug auf Modeproduktion auseinandergesetzt. Deshalb ist ihm die Problematik der Fast Fashion durchaus bewusst und gegenwärtig.

Gehst du gerne shoppen?
Ich geh schon gerne shoppen, aber viel zu selten, als Student hat man dafür einfach ein zu begrenztes Budget.

Was beurteilst du das Kommen und Gehen von Trends?
Trends, die out sind, können einfach anders miteinander kombiniert werden und dann sehen sie wieder cool aus. Dann können sie auch wieder auf den Markt gebracht werden.

Was ist dein Lieblingskleidungsstück?
Die Cap auf jeden Fall! Ohne die geht’s gar nicht! Sie hilft mir immer bei einem bad hair day oder ergänzt mein Outfit zum Ausgehen.

eh

Falling in love with leggings

MKG Stilbrise zur FAST FASHION Ausstellung

Irene besitzt Leggings für jede Gelegenheit. Foto: Ulla Deventer

Irene ist Krankenschwester und kommt aus Holland. Für ihren heutigen Städte-Trip hat sie sich für bequeme Schuhe und ein gemütliches Baumwollkleid entschieden. Gute Wahl! Gehighlightet wird das Ganze durch ihre Leggings mit Manhattans Skyline.

Wo findest du deine besten Kleidungsstücke?
In Leggings Shops natürlich! Generell kaufe ich aber in keinen speziellen Shops ein, ich denke nicht in bestimmten Styles. Naja – bei G-Star RAW finde ich schon ab und zu was, deren Kleidungsstücke sind so schön „rough“.

Was war der letzte Fund, der dich so richtig glücklich gemacht hat?
Vor zwei Wochen habe ich nach einem Outfit für die Hochzeit meiner Tochter gesucht und ein grünes Kleid gefunden. Auf der Suche nach den passenden Schuhen fand ich dann nur Exemplare, die zu „ladylike“ waren. Doch plötzlich habe ich Sneakers in dem gleichen Grün gefunden und sogar passende Blumenleggings! Ich war so glücklich! . . . andere Leute verstehen das manchmal nicht.

Also wir verstehen dich nur zu gut und wünschen dir viel Spaß mit deinem neuen Lieblingsoutfit!

eh

Best choice ever

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Modisch auf Tuchfühlung gehen? Foto: Ulla Deventer

Wiebke und Paul haben das MKG als Location für ihr erstes gemeinsames Date ausgesucht! Eine wirklich gute Wahl, finden wir – da kann ja nichts schiefgehen :)

Wie würdet ihr euren heutigen Look beschreiben?
Paul: Also da es unser erstes Date ist, habe ich schon etwas mehr darauf geachtet, was ich so anziehe, aber eigentlich sollte er nicht anders sein als sonst. Ich mixe gern, um nicht wie die anderen auszusehen. Ein bisschen skater-mäßig vielleicht.
Wiebke: Eher klassisch. Ich mag Schwarz, weiße Blusen und alles was dazu passt.

Muss in guten Stil viel Geld investiert werden?
Wiebke: Nein, überhaupt nicht! Man kann ganz tolle Sachen secondhand kaufen. Meine weiße Bluse z. B. ist eine original Chanel-Bluse! Superschick mit goldenen Knöpfen, aber eben bezahlbar, da secondhand. Ich arbeite neben meinem Studium in einer Edelboutique und weiß dadurch nur zu gut, dass der Preis meistens nichts mit der Besonderheit des Kleidungsstücks zu tun hat.
Paul: Du brauchst vor allem Zeit, um herauszufinden, was du magst und um deinen eigenen, ganz persönlichen Stil zu finden.

Vielen Dank, ihr zwei!

eh

Summer Time

MKG Stilbrise zur FAST FASHION Ausstellung

„Badenixe“ – Helenes Titel für ihren heutigen Look. Foto: Ulla Deventer

Helene kommt aus Hamburg und trägt immer das, was ihr am meisten Spaß macht und das sind meistens bunte Sachen! Am liebsten kombiniert sie Einzelstücke von Gudrun Sjödén mit COS oder auch H&M. Wie man auf dem Foto sieht, entsteht dadurch auch ein toller, sommerlicher Look mit Wow-Effekt!
Sie beging laut eigener Aussage in den letzten Jahren keine einzige Modesünde. Ob wir ihr das so glauben sollen? Aber sie hat schon recht, wenn sie sagt, dass eh jedes Stück nach ein paar Jahren wieder tragbar wird.

eh

Kosmopolitisch unterwegs

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Tiphaine mag es farbenfroh. Foto: Ulla Deventer

Tiphaine lebt und arbeitet in Paris, liebt italienische Mode, shoppt in China und Brasilien und erkundet übers Wochenende unsere schöne Hansestadt Hamburg. Eine wahre Globetrotterin!

Wie und wo gehst du gerne shoppen?
Wenn ich in Frankreich bin, gehe ich eigentlich gar nicht gerne shoppen. Eher wenn ich auf Reisen bin. In China und Brasilien kann ich gut einkaufen. Meinen Schal habe ich zum Beispiel in Brasilien gekauft. Die Hose stammt aus Berlin. Über das Internet kaufe ich auch gerne ein!

Gibt es bestimmte Labels, von denen du dich inspirieren lässt?
Ich mag Labels wie Kenzo und Desigual, deren Looks mit kräftigen, bunten Farben finde ich sehr originell. Ich bin aber auch von klassischeren Marken wie Armani sehr angetan.

Welches Kleidungsstück bzw. Accessoire ist meist der wichtigste Teil deines Looks?
Der Schal! Allein durch die Wahl eines bestimmten Schals kannst du deinen ganzen Look verändern. Man kann aber auch einfach viel damit machen, je nachdem wie man ihn trägt. Und er ist zudem bei jedem Wetter tragbar!

Welchem Trend der letzten Jahrzehnte würdest du nie wieder folgen?
Plateauschuhe, wie die von Buffalos!

Na, aber die sind doch gerade wieder im Kommen! ;)
Vielen Dank, Tiphaine!

eh

Von Katzen und Wölfen

FAST FASHION Stilbrise Blog

Fiona und Malte mögen Kapuzenpullis. Foto: Ulla Deventer

Die Hamburger Freunde Fiona und Malte sind uns mit ihren Töchtern sofort aufgefallen: Ihre Outfits haben von lustigem Katzenpulli zu Polkadots bis zu Airbrush*-Wolf mit zerrissenen Jeans einfach allerlei zu bieten. Malte sind Trends so ziemlich piepegal, er trägt sowieso meistens alte Klamotten seines Vaters (anscheinend ein Fussball-Fan ;). Fiona ist Modedesignerin und dadurch schon eher an Trends interessiert, aber nicht so, dass sie ihnen gnadenlos folgen müsste. Sie kann die Faszination für teure, klassische Marken verstehen, würde sich diesen aber nicht verschreiben. Ihr ist allem voran Individualität wichtig – am besten mit Hilfe von Secondhand. Deswegen kaufen beide gerne für ihre Kinder und sich auf dem Flohmarkt ein, aber glücklicherweise bekommen sie das meiste eh geschenkt!

*PS: Zum Airbrush-Revival empfehlen wir  übrigens diesen herrlichen BRAVO-Beitrag von 1992 :)

eh

Hour of Enlightment

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Familienausflug. Foto: Ulla Deventer

Stephanie und Kai sind mit ihrer zwölfjährigen Tochter Frieda da, um sie schon frühzeitig an die Thematik Fast Fashion und kritischen Modekonsum heranzuführen. Denn durch das Eltern-Werden potenziert sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ungemein!

Frieda, sind dir Marken bzw. Trends viel wert?
Nicht wirklich. Markenklamotten sind mir überhaupt nicht wichtig. Wenn ein T-Shirt nur 3 Euro kosten muss, sollte derjenige, der es gemacht hat, auch mehr davon abbekommen.

Und was ist dein aktuelles Lieblingsstück?
Meine Jeansjacke von Marco Polo.

Stephanie, was bedeutet Kleidung für dich?
Mode gilt für mich als persönlicher Ausdruck. Wie man sich kleidet, so fühlt man sich auch. Man kann aber auch fröhliche Kleidung benutzen, um die Laune aufzuheitern.

Das finden wir aber auch! Vielen Dank an euch!

eh

Do it and enjoy yourself!

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Freundin unseres Museums. Foto: Ulla Deventer

Barbara aus Hamburg erscheint uns ganz schön umtriebig. Sie engagiert sich ehrenamtlich für die Justus Brinckmann Gesellschaft, schneidert sich ihre Kleidung gerne selbst und hat sogar noch Zeit sich unsere Fast Fashion-Ausstellung anzuschauen.

Was ist dein Eindruck von der Fast Fashion-Ausstellung?
Sie gefiel mir ausgesprochen gut. Aber der PETA-Film über die Produktion von Schafswolle in den Vereinigten Staaten und Australien hat mich sehr erschreckt. Wie kann man sich nur so verachtend verhalten? Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Was lassen sie da an den Tieren aus?

Bevorzugst du den Kauf bestimmter Marken oder Eigenproduktion?
Ja, ich schneidere meine Kleidung selbst, das habe ich von meiner Mutter gelernt. Dieser graue Rock hier ist zum Beispiel selbst gemacht. Knapp 80% meines Kleiderschrankes entsprechen DIY! Und die Teile halten Jahrzehnte, da kann H&M sowieso nicht mithalten.

Ein letztes Statement für uns?
Es ärgert mich oft, dass Mode als Kunst überhaupt nicht ernstgenommen wird.

eh